Fünf Wege in die Zukunft
Es gibt Modelle, die ein Segment definieren, und es gibt Modelle, die es mit jeder neuen Generation immer wieder neu definieren. Seit seiner Einführung im Jahr 1999 gehört der BMW X5 fest zur ersten Kategorie – er ist nicht so sehr in das Segment der Sports Activity Vehicles eingetreten, sondern hat es vielmehr selbst geschaffen. Nun, mit der Einführung seiner fünften Generation, bekräftigt der X5 diesen ursprünglichen Anspruch mit der vielleicht bislang bedeutendsten Weiterentwicklung: Er ist der erste BMW, der fünf unterschiedliche Antriebsarten innerhalb einer einzigen Modellreihe anbietet. Diese breite Auswahl an Antriebssträngen reicht von Benzin- und Dieselmotoren mit 48-V-Mild-Hybrid-Technologie über Plug-in-Hybrid-Varianten bis hin zum brandneuen BMW iX5, dem ersten rein batteriebetriebenen X5, und zu einem späteren Zeitpunkt zum BMW iX5 Hydrogen, der als erstes serienmäßiges BMW-Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt kommen wird. Die Wasserstoffvariante kombiniert ein Brennstoffzellensystem der dritten Generation mit der neuen „Hydrogen Flat Storage“-Technologie von BMW und einer integrierten Hochspannungsbatterie und bietet damit eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern mit einer einzigen Tankfüllung. Wer sich für den rein elektrischen iX5 60 xDrive entscheidet, profitiert von der sechsten Generation der BMW eDrive-Technologie, die auf neuen 120-mm-Zylinderzellen und einer 800-V-Architektur basiert und eine Reichweite von bis zu 845 Kilometern sowie Schnelllade- und bidirektionale Ladefunktionen ermöglicht. Innerhalb einer einzigen Generation hat sich der X5 von einem Segmentführer zu einer Plattform für das gesamte Spektrum dessen gewandelt, was Antrieb im Jahr 2026 bedeuten kann.




Präsenz als Designprinzip
Die fünfte Generation des X5 tritt nicht unbemerkt auf den Plan. Sein Exterieur wird durch eine monolithische, aufrechte Frontpartie geprägt, die dem Fahrzeug eine unmittelbare, gelassene Selbstsicherheit verleiht – die Formensprache von etwas, das nichts mehr zu beweisen hat und sich dessen bewusst ist. Der vertikal ausgerichtete BMW Nierengrill verfügt nun über die „Iconic Glow“-Beleuchtung, während neue Doppel-X-Lichtakzente erstmals bei einem BMW zum Einsatz kommen und die Frontpartie mit einer Präzision einrahmen, die eher zielgerichtet als dekorativ wirkt. An den Flanken ersetzen die BMW Winglets – bündig eingelassene Türgriffe, die die elektrisch betätigten Türen schon bei der leichtesten Berührung entriegeln – den herkömmlichen Türgriff durch ein Element, das eher an ein architektonisches Detail als an ein Automobilbauteil erinnert. Die Individualisierungsmöglichkeiten umfassen elf Außenlackierungen und eine Felgenpalette, die nun bis zu 23-Zoll-Felgen reicht, während der X5 M60e xDrive eine optische Intensität vermittelt, die seiner Rolle als sportliches Flaggschiff der Baureihe gerecht wird. Die Pakete „M Sport“ und „M Sport Pro“ vertiefen diesen Charakter noch weiter, unterstützt durch einen umfangreichen M Performance Parts-Katalog, der Frontsplitter aus Carbon, Heckdiffusoren und Spiegelkappen aus Aramid sowie komplette 21- und 23-Zoll-Radsätze in Sommer- und Winterausführung umfasst.



Ein Innenraum, der auf Ruhe und Funktionalität ausgelegt ist
Steigt man in den neuen X5 ein, schlägt die Designphilosophie eine völlig andere Richtung ein. Während das Exterieur die Aufmerksamkeit auf sich zieht, lädt der Innenraum dazu ein – klare Strukturen, aufgeräumte Oberflächen und eine großzügige Raumauslegung schaffen das, was BMW als Wohlfühlatmosphäre bezeichnet, ein Begriff, der hier echte materielle Substanz hat und nicht nur eine Marketingabstraktion ist. Neue Zieroberflächen aus Schiefer und Glas verleihen dem Innenraum eine elementare Raffinesse, und BMW ist der weltweit erste Automobilhersteller, der Schiefer als optionale Oberflächenvariante im Innenraum anbietet – eine Materialwahl, die bei genauer Betrachtung beeindruckt, wie es nur etwas wirklich Unerwartetes vermag. Die digitale Architektur, die sich durch den Innenraum zieht, knüpft direkt an das „Neue Klasse“-Programm von BMW an. Das BMW Panoramic iDrive-Display, das auf dem BMW Operating System X läuft, integriert ein frei geschnittenes Central Display, ein BMW 3D-Head-up-Display und – erstmals im X5 – einen BMW Passenger Screen sowie BMW Panoramic Vision, das über die gesamte Breite der Windschutzscheibe projiziert wird. Die Ambientebeleuchtung verläuft als durchgehender Streifen von Tür zu Tür und verändert die Atmosphäre im Innenraum je nach den aktuellen Bedingungen. Technologie ist überall präsent, ohne jedoch aufdringlich zu wirken; die Ausrichtung bleibt, wie schon immer beim X5, auf den Fahrer gerichtet.


Der Maßstab bleibt bestehen – und setzt neue Maßstäbe
Auf der Straße hält der X5 der fünften Generation den dynamischen Standard aufrecht, der ihn seit langem zum Maßstab in seiner Klasse macht. Eine adaptive Federung ist serienmäßig in allen Modellen verbaut, wobei die Achslastverteilung nahezu 50:50 beträgt, während die optionale „Adaptive Chassis Control“ – sowie die weiterentwickelte „Adaptive Chassis Control Professional“ mit aktiver Wankstabilisierung, die zunächst für die vollelektrischen und Plug-in-Hybrid-Varianten angeboten wird – es dem Fahrzeug ermöglicht, fließend zwischen Komfort und Präzision zu wechseln, ohne dass der Fahrer sich zwischen beiden entscheiden muss. BMW Symbiotic Drive bietet eine intelligente Unterstützung, die auf das individuelle Fahrverhalten abgestimmt ist, während die fortschrittlichen Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2 eher auf nahtloses Zusammenspiel als auf Eingriffe ausgelegt sind. Für die iX5-Modelle und den kommenden iX5 Hydrogen bringt „Heart of Joy“ ein weiteres bemerkenswertes Detail mit sich: den BMW Soft-Stop, der laut Herstellerangaben das sanfteste Bremsverhalten in der Geschichte von BMW bietet. Gemessen an einer elektrischen Reichweite von 845 Kilometern oder einem bahnbrechenden Wasserstoffantrieb mag dies vielleicht eine Kleinigkeit sein. Doch es spricht für eine Konstante, die sich durch jeden Aspekt dieser fünften Generation zieht: Der Anspruch des X5 bestand nie darin, einfach nur größer, schneller oder technisch komplexer zu sein als seine Vorgänger. Es ging stets darum, jedes Detail so zu gestalten, dass es sich wie eine Selbstverständlichkeit anfühlt. In dieser Hinsicht liefert der neue X5 den überzeugenden Beweis, dass der Maßstab, den er 1999 gesetzt hat, auch nach siebenundzwanzig Jahren nach wie vor ausschließlich von ihm selbst definiert wird.





