Porsche Taycan Turbo S Soho House One: Wenn zwei Welten der Handwerkskunst verschmelzen

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Porsche Taycan Turbo S Soho House One: Wenn zwei Welten der Handwerkskunst verschmelzen

Veröffentlicht am 19 Juni 2026

Wo Leistung auf kunstvolle Innenausstattung trifft

Es gibt Kooperationen, bei denen lediglich zwei Namen in einer Pressemitteilung nebeneinander stehen, und es gibt Kooperationen, bei denen zwei Philosophien wirklich zu etwas verschmelzen, das keine der beiden Marken allein hätte schaffen können. Der Porsche Taycan Turbo S Soho House One gehört eindeutig zur letzteren Kategorie. Auf der Grundlage des 700 kW / 952 PS starken, vollelektrischen Taycan Turbo S Sport Turismo entstanden, ist diese Einzelanfertigung weniger eine Sonderedition als vielmehr ein Dialog – zwischen Automobiltechnik und Innenarchitektur, zwischen Stuttgarter Präzision und Londoner Kreativität, zwischen der offenen Straße und der kuratierten Ruhe eines privaten Mitgliederclubs. Das Ergebnis ist ein Auto, das die Leistung eines Porsche bietet und das Gefühl vermittelt, eines der durchdachtesten Interieurs des Soho House zu betreten – zum ersten Mal umgesetzt auf vier Rädern und mit fast tausend Pferdestärken.

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Eine Partnerschaft, die auf gemeinsamen Werten basiert

Der Soho House One entstand nicht aus einem Marketing-Brainstorming. Er entstand aus einer langjährigen Beziehung zwischen Porsche und Soho House, zwei Institutionen, die oberflächlich betrachtet völlig unterschiedliche Welten bevölkern – die eine geprägt von Motorsporttradition und technischer Präzision, die andere von designorientierter Gastlichkeit und einer kreativen Gemeinschaft. Doch schaut man genauer hin, werden die Überschneidungen offensichtlich: Beide Marken führen ihre Identität auf eine einzigartige kreative Vision zurück, beide haben Kulturprogramme rund um Kunst und Handwerkskunst aufgebaut, und beide betrachten Details nicht als Nebensache, sondern als das Wesentliche. Wie Deniz Keskin, Leiterin für Markenmanagement und Partnerschaften bei der Porsche AG, es formulierte, ließ die Übereinstimmung zwischen der Kultur der Kreativität von Soho House und dem eigenen Erbe von Porsche diese Zusammenarbeit weniger wie einen weit hergeholten Schritt, sondern eher wie eine Selbstverständlichkeit erscheinen. Der Taycan Turbo S Soho House One entstand im Rahmen des „Sonderwunsch“-Programms von Porsche, der speziellen Individualisierungsabteilung des Herstellers, um zu zeigen, wie weit die kreative Reichweite dieses Programms reichen kann. Es ist das erste Mal, dass die Designsprache von Soho House in ein Fahrzeug umgesetzt wurde, und die Vorgabe war klar: Die entspannte, vielschichtige Raffinesse eines Soho-House-Interieurs sollte in den Innenraum eines 952-PS-Elektro-Sportwagens übertragen werden, ohne dass dabei auch nur ein Hauch der jeweiligen Identität verloren geht.

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„Greek Street Green“, Wurzelholz und die Textur der Ruhe

Schon bevor eine einzige Tür geöffnet wird, erzählt das Äußere seine Geschichte. Der Taycan trägt eine maßgeschneiderte Metallic-Lackierung in „Greek Street Green“ mit einer unverwechselbaren Satin-Textur – eine direkte Anspielung auf die Fassade des Soho House in der 40 Greek Street in London, dem Flaggschiff der Marke. Satinierte Oberflächen sind bekanntermaßen schwer auf den komplexen Karosserieflächen eines Autos gut umzusetzen, doch hier harmoniert das gedämpfte, strukturierte Grün mit der skulpturalen Karosserie des Taycan, anstatt ihr zu widersprechen, und verleiht der Silhouette eine ruhigere, haptisch ansprechendere Präsenz als der übliche Glanz eines Hypercars. Kontrastierende Felgen in „Monteverde Green“ verleihen dem Fahrzeug Tiefe, ohne die zurückhaltende Farbpalette zu stören – eine bewusste Abkehr von allem, was auffällig ist. Während der Taycan Turbo S Sport Turismo in rund 2,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 250 km/h erreichen kann, trägt der „Soho House One“ seine Leistung unauffällig zur Schau und lässt die Handwerkskunst der Lackierung für sich sprechen, statt die Leuchtkraft der Farbe in den Vordergrund zu stellen. Steigt man ein, vertieft sich dieser Wandel erheblich. Der Innenraum verzichtet auf die typische Materialsprache eines Sportwagens zugunsten einer Gestaltung, die eher an eine hochwertige Wohnraumausstattung erinnert. Die Sitze sind mit einem Stoff bezogen, der vom „Soho Home Murphy Jacquard“ inspiriert ist – hier in einem exklusiven Schokoladenton gehalten und nach den geometrischen Motiven des „180 House“ in London gestaltet, eine klare, nachvollziehbare Verbindung von einem konkreten physischen Raum zu einem bestimmten Stich im Sitz. Dieser Stoff wird mit Einlagen aus Wurzelholz und Lederausstattungen in „Truffle Brown“ kombiniert – eine Kombination, die Wärme und Textur den kühleren, eher klinisch anmutenden Materialien vorzieht, die typischerweise mit Hochleistungs-Elektrofahrzeugen assoziiert werden. Ein innovatives Glasdach mit variabler Lichtsteuerung („Variable Light Control“) ermöglicht es zudem, das Ambiente im Innenraum je nach verfügbarem Licht anzupassen, was den Eindruck verstärkt, dass dieser Innenraum ebenso sehr auf Stimmung und Atmosphäre wie auf Ergonomie ausgelegt wurde.

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Handwerkskunst als gemeinsamer Nenner

Was den „Soho House One“ zu mehr als nur einer cleveren Designübung macht, ist die durchgängige Konsequenz seiner Konzeption. Jede Materialwahl – der Stoff, das Holz, das Leder, sogar der spezifische Grünton – lässt sich auf einen tatsächlichen Soho-House-Standort oder eine Designreferenz zurückführen und existiert nicht als abstrakter Luxus um seiner selbst willen. Dies spiegelt genau die Denkweise wider, die Porsche bei seiner eigenen Technik anwendet: nichts ist willkürlich, alles lässt sich auf einen klaren Ursprung zurückführen. In einer Zeit, in der Kooperationen zwischen Automobil- und Lifestyle-Marken zunehmend Gefahr laufen, oberflächlich zu wirken, sticht der Taycan Turbo S „Soho House One“ gerade deshalb hervor, weil er sich nicht auf Logos oder oberflächliches Branding stützt, um zu überzeugen. Stattdessen lassen 952 PS elektrische Leistung und eine sorgfältig zusammengestellte Materialpalette für sich sprechen – ein Beweis dafür, dass das Ergebnis, wenn zwei Designphilosophien wirklich kompatibel sind, weniger wie ein Crossover und mehr wie ein einzigartiges, in sich geschlossenes Objekt wirkt. Für Porsche ist es ein Paradebeispiel dafür, wie individuell das Sonderwunsch-Programm gestaltet werden kann; für Soho House ist es das erste Mal, dass seine Design-DNA die Mauern eines Gebäudes verlässt und auf die Straße gelangt; und für jeden, der das Glück hat, ihm zu begegnen, ist es eine Erinnerung daran, dass wahrer Luxus zunehmend nicht im Spektakulären liegt, sondern in der stillen Zuversicht, jedes Detail richtig zu gestalten.

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